Power to the people

Wie beeinflussen die neuen Medien die politische Meinungsbildung? Eine spannende Frage, die nicht nur mich interessiert, sondern auch die Telekom. Daher lädt diese am Montag, den 23.5.,zum telegraphen_lunch, einer offenen Diskussion um die Mittagszeit in die Hauptstadtrepräsentanz:

Das Internet verändert die Kommunikation in einer Art und Geschwindigkeit wie kein Medium zuvor. Auch die politische Meinungsbildung ist von diesem Wandel betroffen. Über die Auswirkungen auf die Prozesse wird viel spekuliert. Haben wir wirklich Mehrheits-Meinungen oder nur eine laute Minderheit im Netz? Folgt die politische Meinungsbildung alten oder neuen Mustern?

Diskutieren Sie mit.

Impulsgeber sind:

Christoph Steegmans
Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung

Falk R. Lüke
Journalist und Mitgründer Digitale Gesellschaft

Die beiden Impulsgeber kommen aus gänzlch verschiedenen Ecken des Themas und das wird sicher spannend. Anmelden kann man sich hier.

Disclaimer: Ja, ich bin hier beruflich involviert und berate ein wenig.

 

Vom Drama einer Nation

Social Media! Zwei Worte, welche aktuell für sehr vieles herhalten müssen. Zwei Worte, welche vielleicht auch schon überstrapaziert sind. Aber sie stehen auf jeden Fall für immer emergentere Informationen!

Das Leben wird, und wir können es fast nicht verhindern, immer sichtbarer und erfahrbarer für andere. Das gilt für das private genauso wie für Firmen. Daher heisst die Frage nicht ob man dieses Instrumentarium nutzt, sondern wie und warum nicht ab sofort.

Im Wahlkampf hat man von den Parteien zwar Bekenntnisse und Agenturlösungen für die Nutzung von Communities gesehen. Ein Dialog kam aber nicht in Gang. und auch keine Aktivierung für den Wahlkampf. Was innerhalb der eigenen Parteiorganisationen gut funktionierte, erzielte fast keinerlei Außenwirkung. Noch viel schlimmer: Anstatt Wähler und Aktivisten auf eigene Plattformen (Campaining-Networks mit klar umrissenen Aktionen wären hier das Optimum) zu ziehen und dort zu koordinieren, überließ man das Feld sogar den klassischen Social Networks, die dieses dementsprechend selber nutzten.

Die “Senden” Seite kann man daher als gescheitert ansehen. (Inwiefern die Gesetzgebung der letzten Zeit hier geschadet hat, klammere ich hier mal aus)

Aber Social Media besteht auch aus dem “Zuhören”, dem Monitoring. Und hier zeigte eine Aktion der letzten Tage aus unerwarteter Seite, dass man durchaus lernt und die Planung aktiv darauf einstellt.

Ursprung ist der sog. Yeaahh-Flashmob, welcher mit einem Plakat startete und in Hamburg stattfand. Ein Revival war in Berlin geplant und die Teilnehmer fingen an sich auf Facebook zu koordinieren. Ein klassisches Funktionsprinzip. Was man nicht bedachte: Auch die CDU kann mitlesen!

Sie tat dieses und machte in Berlin von Ihrem Hausrecht Gebrauch. Mitglieder der Facebookgruppe wurden gebeten die Veranstaltung zu verlassen.

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Das mag einige ärgern, und nein, das ist keine Meisterleistung an offener Kommunikation…

Aber es ist legitim! Aus PR-Sicht sogar zwingend, da man vom eigenen Wahlkampfabschluss gute Bilder für das Medium mit der weiterhin größten Reichweite in Deutschland braucht: das Fernsehen!

PS: Ich verzichte in diesem Artikel bewusst auf politische Wertungen und bitte dieses in eventuellen Kommentaren zu respektieren!

KW 39 – Freitagskolumne

Diese Woche ist geprägt von Premieren und Gegensätzen. Und einer Wahl…

DMEXCO

Am Mittwoch und Donnerstag fand zum ersten Mal in die DMEXCO in Köln statt. Im Fokus das Digital Marketing. Die Messe richtet sich ganz klar an, und wird auch federführend begleitet, den Onlinevermarkterkreis (OVK) und tritt die Nachfolge der allseits beliebten Online-Marketing-Düsseldorf (OMD) an. Letztes Jahr wurde dann auch erbittert um diese Marktposition gekämpft und die DMEXCO brachte sich als Messe mit neuem Exklusiv-Konzept in Position ins Spiel.

Leider, oder vielleicht auch gut, ist davon nichts geblieben. Inhaltlich und vom Konzept ist die DMEXCO ein Klon, der nur durch die neuen Gebäude punkten kann. Mit 14.000 Besuchern ist sie allerdings ein erfolgreicher Klon und insofern Gratulation.

Verbesserungswürdig ist allerdings noch das Themenspektrum. Man war wieder sehr fixiert auf den klassischen Internetwerbemarkt. Themen wie Social Media und innovative Onlinevermarktung fanden nur am Rand oder in gesponserten Workshops statt. Diese Stände waren allerdings sehr belagert, was die Nachfrage gut darstellt. Die Fokussierung auf Deutschland allein ist auch ein großer Kritikpunkt. Diese „Heile Welt“ gibt es nicht mehr und die Öffnung der OMD letztes Jahr zeigte in die richtige Richtung. Globalisierung ist gerade im Internet schon Realität.

(Ich hatte auf der DMEXCO die Gelegenheit zu einigen spannenden Interviews. Watch this Blog to see them!)

ATOMS&BITS

Anstatt mit den Dickschiffen des Internets befasst sich das AtomsBits mit den kleinsten teilen. Von der Konferenzseite:

atoms&bits (a&b) sind die kleinsten Elemente unserer modernen Gesellschaft.

Wie wir die Gesellschaft Bit für Bit, Atom für Atom verändern – organisiert über das Internet und mit greifbaren Ergebnissen. Bei a&b treffen sich Visionäre, Baustler, Aktivisten, Geeks, Kreative – eben alle, die eine neue Kultur des Selbermachens zelebrieren…

Wer Interesse hat, findet unter http://atomsandbits.net/ alle notwendigen Informationen.

BUNDESTAGSWAHL

GEHT WÄHLEN!