Power to the people

Wie beeinflussen die neuen Medien die politische Meinungsbildung? Eine spannende Frage, die nicht nur mich interessiert, sondern auch die Telekom. Daher lädt diese am Montag, den 23.5.,zum telegraphen_lunch, einer offenen Diskussion um die Mittagszeit in die Hauptstadtrepräsentanz:

Das Internet verändert die Kommunikation in einer Art und Geschwindigkeit wie kein Medium zuvor. Auch die politische Meinungsbildung ist von diesem Wandel betroffen. Über die Auswirkungen auf die Prozesse wird viel spekuliert. Haben wir wirklich Mehrheits-Meinungen oder nur eine laute Minderheit im Netz? Folgt die politische Meinungsbildung alten oder neuen Mustern?

Diskutieren Sie mit.

Impulsgeber sind:

Christoph Steegmans
Stellvertretender Sprecher der Bundesregierung

Falk R. Lüke
Journalist und Mitgründer Digitale Gesellschaft

Die beiden Impulsgeber kommen aus gänzlch verschiedenen Ecken des Themas und das wird sicher spannend. Anmelden kann man sich hier.

Disclaimer: Ja, ich bin hier beruflich involviert und berate ein wenig.

 

Hire and Fire

Diese ansich angelsächsische Mentalität scheint nach Deutschland überzuspringen.

Im konkreten Fall auf zwei Blogposts, die mich gestern geärgert haben. Der erste von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach gab 10 Thesen vor um einen Social Media Berater zu feuern und basierte auf einem Vortrag beim Social Media Summit in Wiesbaden. Der zweite von Mathias Richel war eine Antwort darauf. Beide sind ironisch überhöht und auf einer Metaebene, haha, aber ein Quentchen Wahrheit ist drin, wenn auch nur in vorgefassten Meinungen. Und mindestens zwei dieser Meinungen regen mich auf!

Nr. 5: Feuern Sie ihn, wenn er erst 2005 oder noch später angefangen hat zu bloggen.
Fire him, if he started his blog in 2005 or later.

Was soll das, ist das eine elitäre Schicht? Oh, das ist nur ein Neublogger, mit dem reden wir hier nicht! So ein Schwachsinn. Kommunikation im Netz ist jedesmal anders und jeder Kunde ht andere Ansprüche und andere Kanäle über die er funktioniert. Bloggen mag manchmal wichtig sein, aber es ist bei weitem nicht der heilige Gral.

Nr.9: Feuern Sie ihn, wenn er bei Ihnen im Kapuzenpulli auftaucht.
Fire him, if he shows up in a hoodie.

Sorry, dieses Bild mag ich überhaupt nicht. Es ist volllkommen egal, was jemand anhat. Was zählt sind die Ideen und die Fähigkeit diese umzusetzen. Da kann mir keiner erzählen, dass Hoodie besser ist oder Anzug. Im Endeffekt habe ich von beiden Seiten schon schlimmes gesehen und das lag immer an einem schlechten Fit von Kunde und Dienstleister.

Eigentlich ist das alles nicht schlimm. Ja, eigentlich sind das Banalitäten. Wirklich schlimm ist, dass Firmen jetzt schon verwirrt sind ob des sich entwickelnden Feldes Social Media. Ob man da immer ironisch in die Metaebene wechseln muss oder vielleicht mal ernsthaft Tacheles reden darf?

Hört mit den Spielchen auf und get serious!

Und zur Not macht es wie Nico, der verwendet nur noch Bilder ohne Text.

2010 geht ab: DLD und Social Media Week

2010 startet furios. Man hat kaum das letzte Jahr verdaut, da stehen die ersten Events des Jahres schon wieder Schlange. Der DLD des Burda Verlages eröffnet den Reigen im Januar. Meiner Meinung nach die beste Konferenz in Deutschland. Spannend, vielfältig und thematisch immer wieder überraschend. Wer nicht hin kann, der sollte sich auf jeden Fall der Videosammlung hingeben!

Der Februar startet dann mit der Social Media Week. Und diese ist nicht nur in New York, wie letztes Jahr. Nein, die Week findet weltweit in sechs Städten statt. Berlin ist dabei und ich organisiere hier auch ein wenig mit. Wir, das Orgateam haben uns für Berlin das Leitthema „Der Streit“ auserkoren. Passt super zur Stadt, passt super zum Web. Und verdammt nochmal, wir müssen nicht immer alles weichspülen. Daher lasst uns kontrovers und an der Sache diskutieren! Ich freu mich auf euren Besuch. Den vorläufigen Schedule gibt es übrigens schon. Und Fan bei facebook ist man ja wohl auch schon, oder?