Hire and Fire

Diese ansich angelsächsische Mentalität scheint nach Deutschland überzuspringen.

Im konkreten Fall auf zwei Blogposts, die mich gestern geärgert haben. Der erste von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach gab 10 Thesen vor um einen Social Media Berater zu feuern und basierte auf einem Vortrag beim Social Media Summit in Wiesbaden. Der zweite von Mathias Richel war eine Antwort darauf. Beide sind ironisch überhöht und auf einer Metaebene, haha, aber ein Quentchen Wahrheit ist drin, wenn auch nur in vorgefassten Meinungen. Und mindestens zwei dieser Meinungen regen mich auf!

Nr. 5: Feuern Sie ihn, wenn er erst 2005 oder noch später angefangen hat zu bloggen.
Fire him, if he started his blog in 2005 or later.

Was soll das, ist das eine elitäre Schicht? Oh, das ist nur ein Neublogger, mit dem reden wir hier nicht! So ein Schwachsinn. Kommunikation im Netz ist jedesmal anders und jeder Kunde ht andere Ansprüche und andere Kanäle über die er funktioniert. Bloggen mag manchmal wichtig sein, aber es ist bei weitem nicht der heilige Gral.

Nr.9: Feuern Sie ihn, wenn er bei Ihnen im Kapuzenpulli auftaucht.
Fire him, if he shows up in a hoodie.

Sorry, dieses Bild mag ich überhaupt nicht. Es ist volllkommen egal, was jemand anhat. Was zählt sind die Ideen und die Fähigkeit diese umzusetzen. Da kann mir keiner erzählen, dass Hoodie besser ist oder Anzug. Im Endeffekt habe ich von beiden Seiten schon schlimmes gesehen und das lag immer an einem schlechten Fit von Kunde und Dienstleister.

Eigentlich ist das alles nicht schlimm. Ja, eigentlich sind das Banalitäten. Wirklich schlimm ist, dass Firmen jetzt schon verwirrt sind ob des sich entwickelnden Feldes Social Media. Ob man da immer ironisch in die Metaebene wechseln muss oder vielleicht mal ernsthaft Tacheles reden darf?

Hört mit den Spielchen auf und get serious!

Und zur Not macht es wie Nico, der verwendet nur noch Bilder ohne Text.